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zfsdu — ZFS Disk Usage als interaktives Terminal-Tool

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zfsdu — ZFS Disk Usage als interaktives Terminal-Tool

ZFS-Administratoren kennen das Problem: zfs list zeigt zwar Datasets und Snapshots, aber ohne Kontext. Wie viel Platz belegt ein einzelnes Dataset im Verhältnis zum Pool? Welche Snapshots sind die größten? Welche können gefahrlos gelöscht werden?

zfsdu löst genau dieses Problem. Das Open-Source-Tool von DATAZONE bringt eine interaktive Terminal-Oberfläche (TUI) für ZFS-Speichersysteme — vergleichbar mit dem beliebten ncdu, aber speziell für ZFS mit integriertem Snapshot-Management.

Was zfsdu kann

Hierarchische Navigation

zfsdu zeigt ZFS-Pools, Datasets und Volumes als aufklappbare Baumstruktur an. Per Tastatur oder Maus navigiert man durch die gesamte Speicherhierarchie — inklusive aller Snapshots. Relative Größen werden als Balkendiagramme dargestellt, sodass Speicherfresser sofort ins Auge fallen.

Snapshot-Verwaltung

Das Kernfeature: Snapshots lassen sich direkt in der Oberfläche markieren und in Bulk löschen. Kein umständliches Zusammenbauen von zfs destroy-Befehlen mehr. Vor dem Löschen zeigt der integrierte Dry-Run-Modus, welche Snapshots betroffen wären — ohne dass tatsächlich etwas passiert.

Suche, Sortierung und Filterung

Datasets und Snapshots lassen sich nach Name durchsuchen und die Ansicht entsprechend filtern. Die Sortierung kann zwischen Größe, Erstellungsdatum und Name umgeschaltet werden — je nachdem, was gerade relevant ist.

Weitere Features

  • Midnight-Commander-Stil mit Mausunterstützung
  • Anpassbare Farbschemata
  • Auto-Refresh (Standard: 30 Sekunden, konfigurierbar via ~/.config/zfsdu/config.toml)
  • Geschrieben in Rust — schnell, sicher und ressourcenschonend

Installation

Die Installation erfolgt mit einem einzigen Befehl:

curl -sSL https://gitlab.datazone.de/kidev/zfsdu/-/raw/main/install-binary.sh | sudo bash

Alternativ kann zfsdu aus dem Quellcode gebaut werden (Rust erforderlich):

git clone https://gitlab.datazone.de/kidev/zfsdu.git
cd zfsdu
cargo build --release

Voraussetzungen

  • Linux mit installiertem ZFS
  • UTF-8-fähiges Terminal
  • Root-Rechte für Snapshot-Löschoperationen

Lizenz und Quellcode

zfsdu steht unter der CDDL-Lizenz — der gleichen Lizenz wie OpenZFS selbst. Der vollständige Quellcode ist verfügbar unter: gitlab.datazone.de/kidev/zfsdu

Fazit

Wer regelmäßig mit ZFS-Snapshots arbeitet — ob auf TrueNAS, Proxmox oder reinen Linux-Systemen — bekommt mit zfsdu ein Werkzeug, das den Alltag spürbar vereinfacht. Statt kryptischer Einzeiler im Terminal gibt es eine übersichtliche, interaktive Oberfläche mit echtem Mehrwert.

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