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Proxmox VE 9.1 — OCI-Container, TPM-Snapshots & mehr

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Proxmox VE 9.1 — OCI-Container, TPM-Snapshots & mehr

Am 19. November 2025 hat Proxmox Server Solutions das neue Proxmox VE 9.1 veröffentlicht. Die Version bringt zahlreiche Verbesserungen für Virtualisierung, Container-Management und Hochverfügbarkeit – basierend auf Debian Trixie 13.2 und dem Linux Kernel 6.17.2-1. Neben technischer Feinarbeit wurden auch viele Funktionen aus der Community integriert.

Technische Basis

  • Debian Trixie 13.2 als neues Fundament

  • Kernel 6.17.2-1 als stabiler Standard

  • QEMU 10.1.2 , LXC 6.0.5 , ZFS 2.3.4 , Ceph Squid 19.2.3

Damit setzt Proxmox auf eine moderne und sichere Plattform mit langfristiger Kompatibilität und besserer Hardwareunterstützung.

Highlights im Überblick

1. LXC-Container aus OCI-Images

Proxmox VE 9.1 ermöglicht erstmals die Erstellung von Containern aus Open Container Initiative (OCI)-Images – demselben Format, das auch Docker oder Podman nutzen. Administratoren können OCI-Images direkt hochladen oder aus Registries laden und daraus vollständige System- oder Applikations-Container erzeugen.

Vorteil: → Einheitliche Containerbereitstellung über Systemgrenzen hinweg. → Erste Unterstützung für Application Container (Technology Preview).

2. Unterstützung für TPM-State in qcow2

Virtuelle Maschinen mit Trusted Platform Module (TPM) – z. B. Windows 11 Guests – können ihren Zustand jetzt im qcow2-Format speichern. Dadurch sind Snapshots auf Datei-Storages (NFS, CIFS) möglich, inklusive Offline-Snapshots mit aktivem TPM-State.

Das bringt:

  • Snapshot-Kompatibilität mit TPM-VMs

  • Flexible Migration zwischen Hosts

  • Verbesserte Sicherheit und Backups

3. Feingranulare Kontrolle von Nested Virtualization

Ein neuer vCPU-Flag nested-virt erlaubt, Nested Virtualization gezielt für einzelne VMs zu aktivieren – ohne den kompletten Host-vCPU-Typ durchzureichen. So können Admins z. B. verschachtelte Hypervisoren oder Windows VBS-Funktionen sicher testen.

4. Verbesserte SDN-Statusanzeige in der GUI

Die Software-Defined Networking-Verwaltung liefert nun detaillierte Live-Statusberichte:

  • Aktive Verbindungen auf Bridges & VNets

  • Gelerntes IP/MAC-Mapping in EVPN-Zonen

  • Routen, Nachbarn und Interfaces in Fabrics

5. Web-GUI & Mobile-Interface

Proxmox VE 9.1 verbessert auch die Nutzererfahrung:

  • Bulk-Aktionen direkt aus der Tag-View

  • Verbesserte mobile GUI mit OIDC-Login

  • Pending Changes sichtbar in VM-Optionen

  • Schnellere Darstellung bei vielen Gästen

  • Bessere Übersetzungen (u. a. Deutsch, Französisch, Koreanisch, Polnisch)

Weitere Neuerungen

BereichNeuerung
QEMU / KVMUnterstützung für Intel TDX (Confidential Computing), KSM-Deaktivierung pro VM, aktualisierte EFI-Keys für Secure Boot
LXCAnpassbare Environment-Variablen, Host-DHCP-Management für App-Container, optimierte Kompatibilität mit Debian 13, Ubuntu 26.04, AlmaLinux 10
Backup/StorageVerbesserte Snapshot-Verwaltung („Volume Chains”), stabilere LVM- und Ceph-Integration
HA/ClusterSchnellere Berechnung für CRS-Scheduler, flexiblere Ressourcen-Regeln, verbesserte GUI-Bedienung
Firewall/SDNStabilere nftables-Integration, bessere Doku & Statusreports
InstallerPinning von Interface-Namen zur Vermeidung von Netzwerkausfällen bei Kernel-Updates

Bekannte Probleme & Hinweise

  • NVIDIA vGPU: Noch keine Kompatibilität mit Kernel 6.17 → Kernel 6.14 pinnen empfohlen

  • Dell PowerEdge: Mögliche Boot-Fehler mit Kernel 6.17

  • LINSTOR/DRBD: Modul derzeit nicht kompatibel mit Kernel 6.17

Workaround: Kernel 6.14 installieren und mit proxmox-boot-tool kernel pin fixieren.

Fazit

Proxmox VE 9.1 ist ein solides Update, das auf Stabilität, Sicherheit und Modernisierung zielt. Mit OCI-Container-Support, TPM-Snapshots und granularer Nested-Virtualization stärkt Proxmox seine Position als führende Open-Source-Virtualisierungsplattform – für Private Clouds, Cluster Umgebungen und Unternehmensrechenzentren.

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